Für volle Transparenz
Service Line 0800 262 262

Zinsentwicklung für Hypotheken

Im Hypothekargeschäft sind Offerten oftmals tagesgültig. Dies hat einen guten Grund, denn Zinssätze unterliegen ähnlichen Schwankungen wie Aktien- oder Devisenkurse. Wer einen Zinschart analysiert wird schnell gegenseitige Abhängigkeiten zwischen diesen drei Indikatoren feststellen.

Wovon ist die Zinsentwicklung abhängig?

Der Zins ist der Preis, den man als Schuldner für geliehenes Kapital zu bezahlen hat. Wie alle Preise ist er von Angebot und Nachfrage abhängig. Das Angebot an Kapital wird von den Banken und insbesondere von den grössten Notenbanken gesteuert. Wird die Geldmenge erhöht, sinkt der Wert des Geldes und somit der Zinssatz. Im umgekehrten Fall steigt der Zinssatz. Die Interventionen der Notenbanken richten sich am laufenden Wirtschaftsgeschehen. In Zeiten von grosser Stabilität und Vollbeschäftigung wird die Geldmenge grundsätzlich reduziert und der Zinssatz erhöht.

Jüngste Zinsentwicklung

Umgekehrtes war nach der Finanzkrise 2008 der Fall. Im unsicheren Umfeld nach den Börsencrashs und Firmenkonkursen versuchte man die Wirtschaft durch günstiges Geld wieder in Schwung zu bringen. In der Folge sind die Zinsen weltweit stark zurückgegangen. Weil die Weltwirtschaftskrise die teils katastrophalen Staatsbilanzen gewisser Euro-Nationen ans Licht befördert hat, führte die Eurokrise zu erneuten Unsicherheiten. Die Europäische Zentralbank sah sich gezwungen, die Zinsen nochmals zu senken und viel neugedrucktes Geld in Staatsanleihen zu pumpen. Die Situation hat zu einer historisch nie dagewesenen Situation geführt: Negativzinsen in Europa! Die Schweizer Wirtschaft hatte sich zwar relativ gut von der Krise erholt, dennoch musste die Schweizerische Nationalbank der EZB in die Negativzinsen folgen. Hätte sie dies nicht getan, hätte der Schweizer Franken gegenüber dem Euro an Attraktivität gewonnen und wäre, auf ein für den Export untragbares Niveau, angestiegen.

Zinsprognose

Weil die Zinsentwicklung von unzähligen Faktoren abhängig ist, lässt sich nur sehr schwer eine Prognose aufstellen. Festzuhalten gilt jedoch, dass auch die weitere Entwicklung des Schweizerischen Zinsniveaus stark von der Europäischen Wirtschaft abhängt. Wie sich diese weiter entwickelt, bleibt offen – jüngste Indizien lassen auf bessere Zeiten hoffen. Bessere Zeiten für Sparen, schlechtere für Schuldner. Denn wenn weltweit die Zinssätze ansteigen, wird auch der Zinsaufwand für die Hypothek steigen.

Fazit

Hypothekarzinsen richten sich sehr stark am generellen Zinsniveau. Als Hypothekarnehmer erfahren Sie dies am eigenen Leib. Für Eigenheimbesitzer ist es daher wärmstens zu empfehlen, die Zinsentwicklung zumindest aus der Distanz zu verfolgen. Nur so können Sie auf Änderungen reagieren und Ihre Hypothek je nach Timing schon vorgängig verlängern.

Auktion starten