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Handänderungssteuer

Der Kaufvertrag für das Traumobjekt wurde abgeschlossen und die Finanzierung durch eine Hypothek ist gesichert. Die direkten Kosten wurden berechnet und liegen im Rahmen der Erwartungen. Die Übertragung des Eigentums ruft jedoch weitere Kosten hervor, wie beispielsweise Notariatskosten oder die Handänderungssteuer. Um böse Überraschungen zu vermeiden, gibt der folgende Artikel Auskunft darüber, mit welcher Summe bei der Handänderungssteuer zu rechnen ist und inwiefern es dabei kantonale Unterschiede zu beachten gilt.

Definition der Handänderungssteuer

Als Handänderungssteuer bezeichnet man eine Rechtsverkehrsteuer. Damit gemeint ist eine Steuer, welche bei der Vornahme eines Rechtsgeschäfts zur Geltung kommt. Ein Beispiel ist die Übertragung eines Grundstücks von einer Person auf eine andere Person, wie dies bei einem Hauskauf üblich ist. Somit kann die Steuer als eine Art zusätzliche Übertragungsgebühr verstanden werden.

Kantonale Regelung der Handänderungssteuer

Die Kompetenz zur Erhebung der Handänderungssteuer liegt im Gegensatz zu anderen Steuern einzig bei den Kantonen und wird nicht vom Staat geregelt. Dies führt dazu, dass in den Kantonen gravierende Unterschiede bei der Handhabung der Handänderungssteuer vorliegen. Diese Differenzen zeigen sich bereits an der Tatsache, dass es Kantone wie beispielsweise Zürich gibt, welche die Handänderungssteuer komplett abgeschafft haben. Des Weiteren sind Unterschiede bei der Frage wer die Steuer bezahlen muss vorhanden. Die Mehrheit der Kantone verlangt die Handänderungskosten vom Käufer der Liegenschaft. Einzelne Kantone wie Obwalden teilen die Handänderungskosten zwischen dem Käufer und dem Verkäufer zu gleichen Teilen auf. Im Kanton Aargau kann die Aufteilung zwischen den Parteien des Kaufvertrags selbständig geregelt werden. Summa summarum lässt sich feststellen, dass beim Kauf einer Liegenschaft, die kantonalen Regelungen geprüft werden müssen, um sich Klarheit über die Regelungen zu verschaffen. Dies wird im folgenden Abschnitt bei der Frage, wie hoch die Abgabe in den Kantonen ist noch deutlicher.

Die Höhe der Handänderungssteuer

Die Differenzen bei der Höhe der Handänderungssteuer können beträchtlich ausfallen, wie wir am folgenden Beispiel sehen können. Eine Kundin vergleicht beim Hypothekenrechner von Hypoguide einzelne Liegenschaften in verschiedenen Kantonen. Dabei ist sie sich im Klaren, dass sie die Handänderungssteuer bei der Kalkulation ihrer Kosten nicht vergessen darf. Die Kundin findet beim Vergleich zwei ähnliche Liegenschaften in den Kantonen Neuenburg und Fribourg, welche beide einen Kaufpreis von 900'000 Franken haben. Bei der Kalkulation der Handänderungssteuer stellt sie einen hohen Unterschied fest:

  • Kanton Fribourg: Handänderungssteuer 1.5% vom Kaufpreis = 13’500Fr.1

  • Kanton Neuenburg: Handänderungssteuer 3.3% vom Kaufpreis = 29’700Fr.2

Die Kundin würde somit im Kanton Neuenburg einen Zuschlag von 16'200 Franken bei einseitiger Zahlung durch den Käufer bezahlen. Die Schwankungen zwischen den Kantonen liegen zwischen 0.1 – und 3.3% des Kaufpreises im Regelfall.

Fazit

Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit der Thematik der Handänderungssteuer kann sich für Sie als Käuferin oder Käufer von Liegenschaften lohnen, um Überraschungen bei Erhalt der Steuerrechnung zu vermeiden. Es kann sich für Sie zusätzlich lohnen, ähnliche Objekte in unterschiedlichen Kantonen zu suchen und die Kosten zu vergleichen. Bei weiteren Fragen nehmen Sie am besten bereits möglichst zeitnahe Kontakt mit einem Berater auf, welcher Ihnen die oben genannten Optionen genauer erläutern kann und Ihnen Vorschläge zur Optimierung vorlegen kann.

1 Quelle: http://www.fr.ch/bef/de/pub/familienordner_freiburg/steuern/besteuerung_grundstuecken.htm

2 Quelle: https://www.hausinfo.ch/de/home/finanzen-steuern/steuern/steuern-schweiz/handaenderungssteuer.html

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