geh zur Hypoauktion Homepage

Hypothekenlexikon

Für volle Transparenz
Service Line 0800 262 262

Weitere Themen:

Unterhaltskosten

Man müsste Bände schreiben, wenn man alle Kostenpunkte auflisten möchte, die unter die Unterhaltskosten fallen. Vom einfachen Namensschild am Hauseingang, über das Entstopfen der Hauptleitung für das Abwasser bis hin zu neuen Küchenkombinationen, fällt alles unter die Kostenstelle Unterhalt. Es kann aber auch ganz einfach zusammengefasst werden: Bei Unterhaltskosten handelt sich um all jene Kosten, die für die Instandhaltung der Liegenschaft aufgebracht werden.

Unterhalts- & Nebenkosten

Unterhalts- und Nebenkosten werden oft miteinander aufgeführt. Zusammen wird grundsätzlich ein Prozent des Gesamtwertes der Liegenschaft für diese Kostenpunkte eingerechnet. 0.6% werden für die Nebenkosten (Wasser, Strom, Heizkosten) eingeteilt. Die verbleibenden Rückstellungen von 0.4% sind für die Unterhaltskosten vorgesehen. Dieser Prozentsatz gilt als Referenz und Rechnungsgrundlage. Die Kosten für den Unterhalt variieren natürlich stark mit dem Zustand der einzelnen Immobilien. Fallen für Neubauten nur geringe Beträge an, sind die Ausgaben für den Unterhalt von älteren Objekten deutlich höher.

Im Beispiel: Der Gesamtwert Ihrer Liegenschaft beträgt 1.4 Millionen Schweizer Franken. Ein Prozent davon sollten Sie für die Unterhalts- & Nebenkosten einrechnen. CHF 14'000.- also. Sechzig Prozent davon fallen für die Nebenkosten an, was CHF 8400.- entspricht. Die anderen vierzig Prozent, CHF 5600.-, sind für die Unterhaltskosten einzukalkulieren.

Teil der Tragbarkeitsrechnung

Neben den Hypothekarzinsen und allfälligen Amortisationen (bei 2. Hypothek oder aus freiem Verlangen) sind die Unterhalts- & Nebenkosten der dritte Kostenpunkt, der in eine Tragbarkeitsberechnung einfliesst. Während die Hypothekarzinsen und die Amortisationen laufend bezahlt werden, stehen die Kosten für den Unterhalt sporadisch an. Der Hauseigentümer muss also selbstständig Rückstellungen dafür bilden, wenn er nicht auf einmal Rechnungen vorliegen haben möchte, die nicht bezahlt werden können. Um dem entgegenzuwirken, lohnt es sich ein separates Konto dafür zu führen.

Kleiner Unterhalt, grosser Unterhalt

Oft stellt sich in einem Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter bei Reparaturen und anderen Mängeln die Frage: Wer ist dafür zuständig? Hier wird unterschieden zwischen kleinem Unterhalt und grossem Unterhalt. Der kleine Unterhalt ist vom Vermieter zu verrichten und zu bezahlen. Dazu gehören alle Arbeiten, die mühelos von Hand und ohne spezielles Fachwissen verrichtet werden können. Das Ölen von Scharnieren oder die Ersetzung des Duschschlauches beispielsweise. Weit verbreitet ist die Kostengrenze von maximal CHF 150.- für den kleinen Unterhalt. Der sogenannte «grosse Unterhalt» muss der Vermieter tragen. Die Reparatur des Geschirrspülers oder das Reinigen von Fensterläden, wenn dafür ein Gerüst benötigt wird.

Unterhalt gut für die Steuererklärung

Der Unterhalt am Gebäude bzw. der Liegenschaft können Sie in manchen Fällen von den Steuern abziehen. Als vorausdenkender Hauseigentümer fassen Sie mehrere Unterhaltskosten so zusammen, dass Sie die Steuerprogression zu Ihren Gunsten ausnutzen. Das heisst, Sie ziehen optimalerweise so viele Unterhaltskosten in der Steuererklärung ab, dass Sie den Aufstieg in die nächste Steuerklasse verhindern. Sie können sich die Abzüge auch einteilen, um den grössten wirtschaftlichen Nutzen davonzutragen. Etwa Unterhaltskosten aufschieben, damit auch die Steuerprogression für nächstes Jahr verhindert werden kann. Die Steuerbefreiung bezieht sich auf Unterhaltskosten, die keinen wertvermehrenden Charakter aufweisen. Tätigt man eine Investition, die die Liegenschaft im Wert steigen lässt, ist diese nicht abzugsberechtigt.

Profitieren auch Sie von unseren günstigen Zinsen!


Auktion starten