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Libor Hypothek

Die Libor Hypothek ist eines von drei Hypothekarmodellen. Sie setzt sich aus dem LIBOR-Referenzzinssatz und der Zinsmarge der Bank zusammen. Welche Vorteile ergeben sich für Sie als Hypothekarnehmer aus einer Libor-Hypothek und was gibt es Wichtiges zu beachten?

Unterschied zur Festhypothek

Bei der Festhypothek wird der Zinssatz direkt für die gewählte Laufzeit fixiert. Anders formuliert: Für die gesamte Laufzeit bezahlen Sie denselben Zinssatz. Bei der LIBOR-Hypothek fixieren Sie lediglich die Marge. Der variable Anteil des Zinssatzes richtet sich nach dem LIBOR-Satz, der als Referenzzinssatz für das aktuelle Zinsniveau gilt. Anders formuliert: Die Höhe Ihres Zinssatzes wird regelmässig angepasst.

LIBOR-Satz

LIBOR steht ausgeschrieben für den englischen Begriff «London Interbank Offered Rate». Übersetzt steht dies für den in London publizierten Satz für Kredite zwischen den Banken. Dieser Referenzsatz wird täglich um 11 Uhr Londoner Zeit veröffentlicht und ist ein wichtiger Indikator für das aktuelle Zinsniveau.

Laufzeiten der Libor-Hypotheken

Libor-Hypotheken haben keine klassische Laufzeit wie die Festhypotheken. Damit die Banken ihre Kunden binden können, werden in der Regel Rahmenverträge über eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen. Für diese Laufzeit ist der Kunde an die Bank gebunden und kann die Hypothek lediglich gegen Bezahlen einer Vorfälligkeitsprämie künden. Die klassische Rahmenlaufzeit ist drei Jahre. Darüber hinaus gibt es Banken, die auch Laufzeiten von einem oder fünf Jahren offerieren. Nebst den Laufzeiten gibt es auch Unterschiede in der Regelmässigkeit der Anpassung. In der Regel wird der Hypothekarzinssatz quartalsweise an den LIBOR-Satz angepasst. Es gibt auch Modelle, die sich jeden Monat oder alle sechs Monate nach dem Referenzsatz richten. In Ausnahmefällen gibt es auch Modelle, die eine jährliche Anpassung vorsehen.

Namen für Libor-Hypotheken

Je nach Institut wird eine Libor-Hypothek auch anders genannt. So gibt es auch die Bezeichnungen Geldmarkthypothe oder Rollover-Hypothek. Diese stehen stellvertretend für die Libor-Hypothek und funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Wichtig: Libor-Hypotheken haben zwar einen variablen Anteil, unterscheiden sich jedoch wesentlich von den Variablen Hypotheken.

Kündigung und Switch der Libor-Hypothek

Aufgrund der Laufzeit sind Libor-Hypotheken normalerweise wie Festhypotheken 3 – 6 Monate im Voraus zu kündigen. Wer während der Laufzeit kündigen möchte, muss eine Vorfälligkeitsprämie bezahlen. Wenn Sie während der Rahmenlaufzeit lieber in eine Festhypothek wechseln möchten, steht Ihnen dies bei den meisten Banken jederzeit offen. So können Sie flexibel auf die Zinsentwicklung reagieren und ein gutes Timing nutzen.

Aktuelle Situation und Prognose

In Zeiten der Negativzinsen ist auch der LIBOR-Satz ins Minus gerutscht. Rein rechnerisch müsste also der LIBOR-Satz von der Zinsmarge abgezogen werden. Dies ist natürlich nicht der Fall, weil die Banken ihrerseits die Negativzinsen auch nicht direkt an ihre Sparer weitergeben können. Somit verharrt der LIBOR-Aufschlag seit ein paar Jahren auf dem Nullpunkt. Für Hypothekarnehmer hat dies den Vorteil, dass sie nur die Marge bezahlen müssen und keine Refinanzierungskosten der Banken zu tragen haben. Wenn die Zinsen in mittelfristiger Zukunft in den positiven Bereich zurückkehren, wird dies natürlich auch für den Libor-Satz eine Auswirkung haben.

Fazit

Die Libor-Hypothek lässt Sie als Hypothekarnehmer an der Zinsentwicklung partizipieren. Seit der Finanzkrise 2008 und den tiefen Zinsen in den Folgejahren ist man mit einer Libor-Hypothek stets günstig gefahren. Wichtig ist, dass Sie sich über die anderen Modelle ebenfalls gut informieren, damit Sie eine solide Entscheidungsgrundlage haben.

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