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Eigentumsformen

Ein Haus muss nicht zwingend nur einer Person gehören. Eigentumsverhältnisse von Immobilien gibt es verschiedene und diese können sich etwa durch die Heirat ändern. Festgehalten wird die Eigentumsform im Grundbuch der jeweiligen Gemeinde. Grundsätzlich unterscheidet das Gesetz drei Eigentumsverhältnisse. Das Alleineigentum, das Gesamteigentum und das Miteigentum. Doch wie unterscheiden sich diese?

Das Alleineigentum

Beim Alleineigentum ist eine Person der alleinige Eigentümer. Diese bringt das nötige Eigenkapital mit ein und trägt das Risiko der Hypothek. Über die Liegenschaft kann sie, in den Schranken des Gesetzes, frei verfügen und muss für deren Unterhalt sorgen. Die Zinsen der Hypothek werden von ihr bezahlt.

Das Gesamteigentum

Bei dieser Eigentumsform sind die Eigentümer durch einen Vertrag aneinander gebunden, indem jedem von ihnen die Liegenschaft zu gleichen Teilen gehört. Jeder ist Besitzer der Eingangstür, des Treppenhauses und aller Wohnungen. Dies kommt in den häufigsten Fällen durch einen Ehevertrag oder eine einfache Gesellschaft zustande. Möglich ist auch, dass aufgrund einer gesetzlichen Grundlage das Gesamteigentum zum Zuge kommt. Bei der Übernahme der Liegenschaft durch eine Erbgemeinschaft beispielsweise.

Miteigentum

Das Eigentum wird auf zwei oder mehrere Personen aufgeteilt. Im Grundbuch werden die genauen Eigentumsanteile vertraglich festgehalten. Diese richten sich in den meisten Fällen nach der Höhe der eingebrachten Mittel jedes Miteigentümers. Jeder hat die Pflichten eines Eigentümers und darf im Gegenzug, über seinen eigenen Anteil, frei verfügen. Fallen Kosten an gemeinsamen Bereichen an, wie z.B. im Treppenhaus, müssen alle dafür aufkommen. Wird über etwas entschieden, das alle betrifft, gilt das Mehrheitsprinzip. Möchte einer der Vertragspartner seinen Teil verkaufen, profitieren die anderen Miteigentümer von einem Vorkaufsrecht. Die bekannteste Form vom Miteigentum ist das Stockwerkeigentum. Das Stockwerkeigentum ist das Miteigentum mit vorbestimmten Regeln. Der jeweilige Miteigentumsanteil wird in Promille genau angegeben und ist unter anderem im Kaufvertrag aufgeführt. Damit die Besitzer von Eigentumswohnungen trotz dem Miteigentum gemeinsame Ausgaben tätigen können, führen viele Gemeinschaften einen sogenannten Erneuerungsfonds. Dieser wird für die Deckung der Unterhaltskosten genutzt. Jede Vertragspartei zahlt einen vorbestimmten Betrag in diesen Fond ein. Daraus werden Reparaturen und Unterhalt gedeckt. Die Miteigentumsquote regelt, wer wieviel der laufenden Kosten übernehmen muss (z. B. Heizung, Strom, Hausmeister etc.).

Zivilstand ausschlaggebend

Der Zivilstand hat einen grossen Einfluss auf die Eigentumsverhältnisse. Für die unterschiedlichen Zivilstände gibt es unterschiedlich passende Eigentumsformen. Untenstehend erfahren Sie, wie es sich bei der Ehe, dem Konkubinat und der eingetragenen Partnerschaft verhält.

Ehe

Die gängigste Form beim Kauf einer Liegenschaft ist das Miteigentum. Beide Ehepaare halten einen Teil, meist fünfzig Prozent, des Objekts. Festgehalten wird das im Grundbuch. Beide sind in der Pflicht eines Eigentümers und müssen für den Unterhalt, sowie das Bezahlen der Hypothekarzinsen sorgen. Eine andere Form ist die Gütergemeinschaft mit dem Gesamteigentum oder der alleinige Erwerb einer Liegenschaft durch einen Ehepartner.

Konkubinat

Beim Konkubinat schützt das Gesetz die Beteiligten nicht mit vorformulierten Gesetzen, falls eine Seite des Konkubinats verstirbt oder die Auflösung dessen Zivilstandes verlangt. Um sich davor zu schützen, müssen im Konkubinatsvertrag die Eigentumsverhältnisse genau geregelt werden. Es ist ebenfalls sinnvoll zu regeln, wer, im Falle einer Trennung, aus der Liegenschaft ausziehen muss.

Eingetragene Partnerschaft

Bei der eingetragenen Partnerschaft bietet das Gesetz einen ähnlichen Schutz wie bei der Ehe. Hält eine Partei die Familienwohnung als Alleineigentümer, kann er ohne Zustimmung des Partners, diese nicht veräussern. Stirbt ein Partner, ist wie bei der Ehe, der eingetragene Partner Haupterbe.

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