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Nachhaltig bauen mit Minergie – Lohnt sich das?

Bauen & Wohnen Mike Demuth
Bewertungen: 5.0

Im Jahr 2018 feierte der Verein Minergie sein 20-jähriges Bestehen und will weiterhin den Ausbau von nachhaltigen Häusern vorantreiben. Zur Gründungszeit von Minergie war Nachhaltigkeit noch ein eher untergeordnetes Thema beim Hausbau. Heute ist Nachhaltigkeit ein etablierter Bestandteil beim Bauen und Sanieren. Minergie steht für Effizienz und Qualität im Bereich Nachhaltigkeit. Doch lohnt sich das Bauen mit Minergie und welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um ein Minergie Zertifikat zu erhalten? Diesen und weitere Fragen gehen wir nachfolgend auf den Grund.

Minergie – was ist das?

Der Verein Minergie wurde 1998 ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, nachhaltige Gebäude zu entwerfen und den Energieverbrauch zu reduzieren. Weitere wichtige Aspekte sind Komfort und das Raumklima in Gebäuden. Minergie hat verschiedene Standards für unterschiedliche Gebäude wie Einfamilienhäuser, Schulen oder Geschäftshäuser. Das Minergie Zertifikat ist nach wie vor begehrt und kann als Qualitätslabel eine Immobilie aufwerten. Die Zertifikate werden von der Minergie-Zertifizierungsstelle ausgestellt und beurteilen bei einem Neubau anhand von Planungsunterlagen oder gelegentlich durch Stichproben vor Ort, ob die Voraussetzungen für ein Minergie Zertifikat erfüllt sind.

Das Minergie Zertifikat – Voraussetzungen

Der Verein Minergie führt mittlerweile unterschiedliche Zertifikate wie Minergie-P, Minergie-A oder das klassische Minergie-Zertifikat. Grundsätzlich gilt bei allen Standards, dass die Frage, wie viel Endenergie dem Gebäude zugeführt werden muss, entscheidend ist, ob ein Zertifikat erteilt werden kann. Für das klassische Zertifikat wurde die Kennzahl für das Energiemaximum auf 55 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr festgelegt. Zusätzlich werden Anforderungen gestellt wie eine Minimierung des Energiebedarfs bei Warmwasser oder eine hohe Effizienz bei der Beleuchtung im Gebäude. Für die neueren Zertifikate wie das Minergie-A Zertifikat wird ein energetisch unabhängiges Gebäude gefordert. Dies soll bedeuten, dass sich ein Gebäude energetisch selbstversorgen kann, beispielsweise durch Photovoltaik-Anlagen. Das Minergie-A Zertifikat ist das jüngste und bisher auch noch nicht so verbreitet, wie die aktuellen Zahlen zeigen.

Minergie Verbreitung – Aktuelle Zahlen

Die Anzahl an Gebäuden mit Minergie-Baustandard ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Insgesamt sind heute bereits über 45'000 Gebäude mit einem Zertifikat von Minergie ausgestattet. Das Minergie-A Zertifikat ist das jüngste Zertifikat und wurde bis anhin, durch seine hohen Anforderungen der energetischen Unabhängigkeit, erst bei etwas über 700 Häusern erteilt. Die Zertifikate sind nach wie vor sehr beliebt und können diverse Vorteile wie eine Reduktion der Nebenkosten, Abschläge bei der Hypothek, Reduktion der Umweltverschmutzung oder Steuererleichterungen nach sich ziehen.

Langfristig lohnt es sich

Nachhaltiges Bauen lohnt sich nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern kann sich auch finanziell ausbezahlen. Ökologische Investitionen können zu einer Werterhaltung oder sogar zu einer Wertsteigerung der Immobilie führen. Zusätzlich führt energieeffizientes Bauen zu einer Reduktion der Betriebskosten der Liegenschaft. Die Nebenkosten für Wasser oder Strom können durch die energiesparsame Bauweise deutlich reduziert werden. Durch Photovoltaikanlagen kann sogar Strom produziert – und im besten Falle bei einer Überproduktion – weiterverkauft werden. Neben den tieferen Betriebskosten werden Immobilien mit Minergie-Zertifikat auch steuerlich entlastet und finanziell unterstützt.

Steuerliche Vorteile und staatliche Unterstützung

Gebäude mit Minergie-Zertifikat sind für eine Zeitdauer von zwanzig Jahren von der ergänzenden Liegenschafssteuer befreit. Zusätzlich können nachhaltige Sanierungen und Investitionen in bestehende Immobilien vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden, unabhängig davon, ob diese werterhaltend oder wertsteigernd sind. Dies kann beispielsweise das Ersetzen einer Ölheizung durch ein nachhaltigeres Heizsystem oder der Einbau einer Photovoltaikanlage sein. Neben steuerlichen Vorteilen können auch staatliche und kantonale Förderungsbeiträge für nachhaltiges Bauen oder Sanieren beantragt werden. Durch das nationale Gebäudeprogramm können Förderbeiträge von bis zu 40 Prozent der Kosten gewährt werden. Zusätzlich unterstützen viele Kantone durch kantonsspezifische Förderprogramme das nachhaltige Bauen. Finanzieren Sie Ihre Liegenschaft durch eine Hypothek, kann es zu einer Reduktion der Hypothekarzinsen bei nachhaltigem Bauen kommen.

Nachhaltigkeitshypothek

Wer auf der Suche nach einer Hypothek für eine Immobilie mit Minergie-Zertifikat ist, kann bei einigen Anbietern spezielle Nachhaltigkeitshypotheken finden. Beispiele dafür sind die Bank Cler oder die Basler Kantonalbank. Beide bieten Zinsvergünstigungen von bis zu 0,25 Prozent pro Jahr auf die Hypothekarzinsen einer 10-jährigen Festhypothek. So ein Zinsabschlag kann über 10 Jahre gerechnet zu hohen Einsparungen führen.

Fazit: Nachhaltiges Bauen lohnt sich

Wer eine Immobilie mit Minergie-Zertifikat besitzt, kann durch mehrere Aspekte besser leben. Einerseits wird etwas Gutes für die Umwelt gemacht und andererseits können auch finanzielle Einsparungen durch nachhaltiges Bauen erreicht werden. In Zukunft werden nachhaltige Gebäude zum Standard gehören und gesetzliche Massnahmen die Nachhaltigkeit fordern. Seien Sie heute schon fortschrittlich und planen Sie nachhaltig für die Zukunft.

Erfahren Sie mehr!

Haben Sie weitere Fragen zum Minergie-Zertifikat und nachhaltigem Bauen oder interessieren Sie sich generell für den Kauf/Verkauf von Immobilien? Warten Sie nicht und kontaktieren Sie uns. Das Team von Hypoauktion steht Ihnen gerne mit einer unabhängigen und kompetenten Beratung zur Seite.

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