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Renovation durch Hypothekarerhöhung - Hypotheken-Ratgeber | Hypoauktion

Renovationen mittels Erhöhung der Hypothek finanzieren

Bauen & Wohnen Thierry Meyer
Bewertungen: 4.8

Ein Hausbesitzer will sein Wohnzimmer umbauen: Kann er tun, denn kein Vermieter schreitet ein. Er will im Garten einen Teich anlegen: Kann er tun, denn kein Vermieter schreitet ein. Das Haus kommt langsam in die Jahre, wird baufällig und bedarf Renovationen: Muss er tun – denn auch hier schreitet kein Vermieter ein. Dabei lohnt es sich, die Aufstockung der Hypothek zu prüfen.

Eigenheim erfordert Eigenverantwortung

My Home is my Castle! Noch immer hegen viele den Traum, in den eigenen vier Wänden zu leben und diese nach ihren Wünschen ausgestalten zu können. Die Vorteile liegen auf der Hand: Solange sich Eigenheimbesitzer innerhalb der gesetzlichen Vorschriften bewegen, schränkt sie niemand in der Verwirklichung ihrer Wohnvorstellungen ein. Diese alleinige Verantwortung für die Behausung hat aber auch eine Kehrseite: Während sich Mieter bei Problemen einigermassen bequem an ihren Vermieter wenden können, müssen Hauseigentümer für alles rund um ihre Immobilie selbst besorgt sein. Das beginnt beim eigentlichen Erwerb und der Wahl der Finanzierungsform: Ob sie die Hypothek als Festhypothek, Variable Hypothek, LIBOR-Hypothek oder – je nach Anbieter – Spezialhypothek festlegen, bleibt gänzlich ihnen überlassen. Damit ist es aber noch nicht getan, denn auch ein Haus spürt den Zahn der Zeit. Und auch darum muss sich der Eigentümer selbst kümmern.

Wertsteigerung ermöglicht die Aufstockung der Hypothek

Die Fassade blättert ab, die Badezimmerfugen kommen in die Jahre oder in der Küche soll ein moderner Backofen her: Viele Unterhaltsarbeiten lassen sich vielleicht eine Weile aufschieben, werden irgendwann aber unumgänglich. Da solche Aufwendungen empfindlich ins Geld gehen können, lohnt es sich, hierfür die Aufstockung der Hypothek zu prüfen. Dies ist bei anhaltend steigenden Immobilienpreisen eine durchaus realistisches Szenario, wie folgendes Beispiel veranschaulicht:

Beim Kauf vor 10 Jahren verzeichnete eine exemplarische Immobilie einen Wert von 1 Million CHF. Finanziert wurde sie mit einer Hypothek, die inzwischen auf 65% des Kaufpreises, also 650'000 CHF amortisiert ist. Nun hat sich aber der Wert des Grundstücks samt Immobilie aufgrund der zunehmenden Zersiedelung erhöht und steht bei 1,2 Millionen CHF. Die Hypothek von 650'000 CHF, mit der das Haus noch belehnt ist, besteht noch immer – entspricht jetzt aber nur noch 54%. Da kann man durchaus mal bei der Bank anklopfen.

Der Hypothekenrechner kommt wieder zum Einsatz

Bei Anfragen zur Erhöhung der Hypothek geht die Bank grundsätzlich gleich vor wie bei einem neuen Geschäft: Sie verlangt ein aktuelles Finanzierungsdossier und prüft im Hypothekenrechner, ob die Belehnung und die Tragbarkeit gegeben sind. Entspricht alles den Richtlinien, steht einer Hypothekenerhöhung nichts im Weg – ganz im Gegenteil, denn eine höhere Hypothek verschafft der Bank mehr Erträge durch Hypothekarzinsen. Sie sind also durchaus interessiert an solchen Anfragen; beste Voraussetzungen, um eine Renovation durchzuführen. Im obigen Beispiel würden sich die Renovationskosten auf 50'000 CHF belaufen. Wird die Hypothek nun um diese Summe erhöht, ergibt sich bei einem Wert von 1,2 Millionen CHF eine Belehnung von rund 58%, was im Normalfall problemlos durchgewunken wird.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Teure Renovationen sind zwar ab einem gewissen Zeitpunkt unumgänglich, können aber abgefedert werden. So lohnt es sich, regelmässige Kontrollen im, am und um das Haus durchzuführen und kleine Unterhaltsarbeiten laufend vorzunehmen. Das beugt grösseren Schäden vor und schont damit die Brieftasche. Und wer sich darum nicht selbst kümmern will – oder es sich aufgrund mangelnder Fachkenntnisse nicht zutraut – kann entsprechende Serviceabonnemente bei Sanitär- und Reinigungsfirmen abschliessen. Diese kosten zwar laufend etwas Geld, ermöglichen aber das frühzeitige Erkennen von Mängeln und verhindern so kostspielige Reparaturarbeiten, die hätten verhindert werden können.

Auswirkungen auf die Steuerrechnung

Werterhaltende Renovationen und Massnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, wie Solaranlagen oder Isolationen, können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Wer gleichzeitig die Hypothek erhöht, kann darüber hinaus höhere Zinszahlungen als Abzug geltend machen. Es empfiehlt sich, grössere Renovationsprojekte langfristig zu planen, um durch die Verteilung auf mehrere Abrechnungsperioden von der Steuerprogression Gebrauch zu machen.

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Sie haben weitere Fragen zu Ihrer Hypothek oder interessieren sich allgemein für den Kauf/Verkauf einer Immobilie? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren: Das Beraterteam von Hypoauktion steht Ihnen in sämtlichen Belangen rund um das Thema Liegenschaftsfinanzierung kompetent und unabhängig zur Verfügung.

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