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Hypothekenvergleich - Hypotheken-Ratgeber | Hypoauktion

Der Hypothekenvergleich in der Schweiz mit viel Luft nach oben

Erwerben & Finanzieren Thierry Meyer
Bewertungen: 4.9

Für die Hypothek kommt nur die Hausbank in Frage und ein Zinsvergleich ist gar kein Thema. Eine neue Studie zum Verhalten der Schweizerinnen und Schweizer bei der Wahl der passenden Hypothek zeigt: Für die Optimierung der Liegenschaftsfinanzierung haben Herr und Frau Schweizer noch viel Luft nach oben.

Alles wird verglichen – ausser der Hypothek

Wer ein neues Mobilfunkabo löst, vergleicht die verschiedenen Anbieter und wählt den passenden für sich aus. Die Kriterien hierbei reichen von der Netzabdeckung über die Zusatzleistungen bis hin zum monatlichen Preis. Auch bei der Krankenkasse nutzen viele den harten Konkurrenzkampf unter den Wettbewerbern und wechseln jährlich zu einer günstigeren, um nicht unnötig Geld auszugeben. Das clevere Optimieren von laufenden Kosten ist in vielen Bereichen unseres Lebens selbstverständlich – offenbar aber noch nicht bei der Liegenschaftsfinanzierung. Wie eine repräsentative Umfrage vom 26.09.2018 zeigt, sind die Hypothekarnehmer in der Schweiz äusserst vergleichsfaul. Dabei ist das Sparpotenzial teilweise enorm.

Kleiner Aufwand, grosser Ertrag

Wer eine Immobilie im Wert von beispielsweise 1 Million CHF erwerben will, braucht in fast allen Fällen neben den Eigenmitteln auch eine Hypothek, da der Kaufpreis aus der eigenen Tasche nicht zu stemmen ist. Dafür kommt für die meisten Interessenten lediglich der ihnen bereits vertraute Finanzpartner in Frage, wie die Studie verdeutlicht: 70% aller Befragten gaben an, die Anbieter zu prüfen, mit ihrem Hypothekenwunsch jedoch als erstes bei ihrer Hausbank anzufragen. Ergeben deren Kalkulationen im Hypothekenrechner einen positiven Bescheid, können sogleich die Kreditverträge unterzeichnet werden, ohne dass noch zusätzliche Administrationsaufgaben wie die Kundenidentifizierung oder die Neueröffnung der Lohn-, Spar- und Vorsorgekonti durchgeführt werden müssen. Rein von der Aufwandseite betrachtet ist dies also ein logischer Schritt – je nach dem aber auch ein teurer, wie folgendes Beispiel aufzeigt: Beträgt die Summe der Hypothek exemplarisch 500'000 CHF und wird ein Hypothekarzins von 1,5% vereinbart, belaufen sich die jährlichen Kosten (ohne etwaige Amortisationen) auf 7'500 CHF. Hätten die Kunden nun aber den Hypothekenvergleich durchgeführt, wären sie vielleicht auf ein Angebot von 1% gestossen. Bei der gleichen Kreditsumme entspräche das jährlichen Kosten von 5'000 CHF; 2'500 CHF weniger als bei ihrer Hausbank. Damit wäre der nächste Traumurlaub bereits finanziert: 8 Tage Aufenthalt (inklusive Hin- und Rückflug) auf der Malediveninsel Bandos ist aktuell für unter 2’000 CHF zu haben. Da rentiert der Vergleichsaufwand allemal.

Regionale und demografische Unterschiede

Noch fahrlässiger handelt rund ein Viertel aller Hypothekarnehmer: Sie machen sich erst gar nicht die Mühe, die Hypotheken respektive die Zinsen der verschiedenen Anbieter zu vergleichen. Hierbei ist auch der Röstigraben ersichtlich: Verglichen mit der deutschsprachigen Schweiz hinkt die Romandie in Sachen Hypothekenvergleich deutlich hinterher. Des Weiteren zeigte die Umfrage, dass die ländliche Bevölkerung mit rund 30% in fast doppelt so vielen Fällen wie die Städter die erste Offerte akzeptierte, ohne diese mit anderen Anbietern zu vergleichen. Auch die Altersgruppe spielt für den Hypothekenvergleich offenbar eine Rolle: Ein Drittel der über 60-jährigen Hausbesitzer hat vom Einholen verschiedener Angebote abgesehen, während bei den unter 40-jährigen nur jeder Neunte darauf verzichtete.

Versicherungen und Pensionskassen spielen eine untergeordnete Rolle

Obwohl diverse Versicherungen und Pensionskassen inzwischen auch Hypotheken anbieten, sind in Sachen Immobilienfinanzierung weiterhin die Banken der grosse Hecht im Teich: Lediglich 10% der Befragten gaben an, ihr Eigenheim nicht über eine Bank zu finanzieren zu lassen. Das erstaunt insofern, als dass Versicherungen und Pensionskassen oftmals äusserst attraktive Hypothekarzinsen anbieten. So kann beispielsweise bei der AXA eine 10-jährige Festhypothek für 1,55% abgeschlossen werden, während die Credit Suisse oder die Raiffeisen diese für 1,80% vergeben – und bei der BVK (Vorsorgeeinrichtung der Angestellten des Kantons Zürich) ist sie sogar bereits ab 1.37% zu haben (Stand 27.09.2018). Dazu ist aber zu sagen, dass Versicherungen wie auch Pensionskassen meist strengere Richtlinien für die Gewährung von Hypotheken haben und diese eingeschränkter als Banken vergeben. Dennoch kann es sich durchaus lohnen, auch bei denen mal anzuklopfen.

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 Quelle: Comparis

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