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Mittelfristige Hypotheken - Hypotheken-Ratgeber | Hypoauktion

Die goldene Mitte: Hypotheken mit mittelfristiger Laufzeit werden beliebter

Erwerben & Finanzieren Thierry Meyer
Bewertungen: 4.7

Im dritten Quartal 2018 sind die Zinsen für Festhypotheken leicht gestiegen – mit der Folge, dass die mittelfristigen Hypotheken ein starkes Nachfragewachstum verzeichnen. Publikumsliebling bleibt aber nach wie vor das langfristige Modell.

Nachfrage nach mittelfristigen Laufzeiten um 50% gestiegen

Während die Zinssätze im Marktdurchschnitt für kurzfristige Festhypotheken im dritten Quartal 2018 unverändert bei 0,96% verharrten, stiegen die mittel- und langfristigen leicht an und stehen bei 1,13% resp. 1,62%.  Trotzdem verzeichnen die mittelfristigen Finanzierungslösungen einen starken Anstieg der Nachfrage. Waren es im zweiten Quartal 2018 noch etwa 12%, die sich für eine Hypothek mit einer Laufzeit von weniger als sieben Jahren entschieden, wählten per Ende des dritten Quartals bereits 18% diese Kreditform, was einem Anstieg von 50% entspricht. Nichtsdestotrotz sind die Präferenzen der Immobilienbesitzer noch immer klar ersichtlich: Fast 80% der Hypothekarkunden schliessen eine langfristige Festhypothek mit einer Laufzeit zwischen sieben und fünfzehn Jahren ab, während die kurzfristigen mit ca. 3,5% nach wie vor wenig gefragt sind.

Mittelfristige Hypotheken als Kompromiss

Wer im Tiefzinsumfeld eine Immobilie erwirbt, hat grosses Interesse daran, sich seine Finanzierung langfristig mit günstigen Hypothekarzinsen zu sichern. Aus diesem Grund waren die Festhypotheken mit langen Laufzeiten in der Vergangenheit auch stets begehrt. Nun sind deren Zinsen aber stärker gestiegen als die mittelfristigen, während die kurzfristigen unverändert blieben. Viele Hausbesitzer entschieden sich deshalb, eine Art Kompromiss einzugehen: Die Laufzeit so lange wie möglich zu wählen, ohne zu stark angestiegene Hypothekarzinsen bezahlen zu müssen. Damit fiel ihre Wahl auf die moderat gestiegenen Festhypotheken mit rund fünf Jahren Laufzeit.

Die feste Laufzeit gilt aber für beide Parteien

Der Abschluss einer langfristigen Festhypothek zu günstigen Konditionen bietet den Vorteil, eine verlässliche Budgetierung für einen langen Zeitraum erstellen zu können – unabhängig davon, wie sich die Finanzmärkte entwickeln, müssen garantiert immer nur die im Kreditvertrag festgehaltenen Zinsen für die Hypothek entrichtet werden. Umgekehrt rechnet die Bank aber auch mit den stets eintreffenden Zinszahlungen während der gesamten Laufzeit der Hypothek. Und sollte der Kreditnehmer diese auf einmal nicht mehr bezahlen können (oder wollen), kann ein Ausstieg aus diesem Vertrag empfindlich ins Geld gehen.

Der Vorteil der Mittelfristigkeit

Wer vorzeitig aus einer Festhypothek aussteigen will, muss der Bank für die Zinseinnahmen, die ihr deswegen entgehen werden, eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen (die Gründe für einen vorzeitigen Ausstieg können von Scheidung über Jobverlust bis hin zu Auswandern reichen). Wie hoch diese Strafzahlung ausfällt, hängt unter anderem von der Restlaufzeit der Festhypothek ab. Schliesst ein Kunde nun im Jahr 2018 eine 10-jährige Festhypothek ab und will im Jahr 2020 ins Ausland auswandern, so wird die Vorfälligkeitsentschädigung auf der Basis von acht Jahren Restlaufzeit berechnet. Für eine so lange Zeitspanne muss der Auswanderungswillige (je nach Höhe der Hypothek) schnell mal einige Tausend Franken auf den Tisch legen. Genau an diesem Punkt offenbart sich der Vorteil der mittelfristigen Festhypothek von fünf Jahren: Hier würde die Bank im Jahr 2020 mit nur noch drei Jahren Restlaufzeit als Basis für die Vorfälligkeitsentschädigung rechnen, was um einiges günstiger ausfällt als bei acht Jahren.

Chancen und Risiken bei beiden Varianten

Je längerfristig die Hypothek abgeschlossen wird, desto höher wird die Planungs- und Budgetierungssicherheit. Gleichzeitig ist diese Langfristigkeit aber auch ihre grösste Schwäche: Vorzeitige Ausstiege (auch ungewollte) sind massiv teurer als bei kürzeren Laufzeiten. Wer also eine 5-jährige Festhypothek fixiert und nach fünf Jahren erneut auf dem gleichen Zinsniveau eine weitere Festhypothek auf fünf Jahre abschliessen kann, fährt zum einen günstiger als derjenige, der gleich für zehn Jahre unterzeichnete – und müsste im Falle eines vorzeitigen Ausstiegs weniger Entschädigung an die Bank bezahlen. Hierbei besteht aber das Risiko, dass nach fünf Jahren das Zinsniveau stark gestiegen ist, und die auslaufende Hypothek zu massiv teureren Konditionen erneuert werden muss.

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Quelle: Comparis

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