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Referenzzinssatz Schweiz – Wichtig für Mieter und Vermieter

Der hypothekarische Referenzzinssatz wurde 2008 vom Bund ins Leben gerufen. Er ersetzte somit die bis dahin kantonal geführten Referenzzinssätze. Der Zinssatz ist in der Schweiz einheitlich und stellt eine verbindliche Richtgrösse für Mietzinserhöhungen und Senkungen des Mietzinses dar. Der Zinssatz wird vierteljährlich aktualisiert und wird vom Bundesamt für Wohnungswesen publiziert. Derzeit befindet sich der Referenzzinssatz auf einem historischen Tief.

Wie funktioniert der Referenzzinssatz?

Das Bundesamt für Wohnungswesen berechnet quartalsweise einen neuen Referenzzinssatz durch die Analyse der aktuellen Hypothekarzinsen. Alle Banken, welche über inländische Hypothekarforderungen von über 300 Millionen Schweizer Franken verfügen, sind zur vierteljährlichen Meldung ihrer Hypothekardaten an den Bund verpflichtet. Es werden nur die Hypothekarforderungen für Liegenschaften in der Schweiz für den Referenzzinssatz beachtet. Die Meldung erfolgt nach Zinssatz gegliedert und die Schweizerische Nationalbank erstellt aus allen gesammelten Daten einen Durchschnittswert. Dieser berechnete Wert wird danach auf ein Viertelprozent genau berechnet und publiziert. Ein Durchschnittswert von beispielsweise 2.61% wird auf 2.50% abgerundet und ein Wert von 2.42% auf 2.50% aufgerundet. Der neu publizierte Referenzzinssatz tritt einen Tag nach der Veröffentlichung rechtlich in Kraft. Anhand dieses Wertes können Vermieter und Mieter eine Anpassung des Mietzinses verlangen und einfordern.

Was ist die Auswirkung einer Änderung des Zinssatzes für Mieter und Vermieter?

Ändert sich der Referenzzinssatz kann es zu Mietzinsanpassungen kommen. Bei einer Steigerung des Referenzzinssatzes dürfen die Vermieter den Mietzins erhöhen. Dabei gilt es einige Richtlinien zu beachten. Der Mietzins darf um einen vom Bund maximal festgelegten Prozentsatz erhöht werden. So darf beispielsweise bei einer Erhöhung des Referenzzinssatzes von 1.5% auf 1.75% eine maximale Erhöhung der Miete von 3% eingefordert werden. Liegt der Referenzzinssatz über 6 Prozent und wird erhöht, darf die maximale Erhöhung der Miete lediglich 2 Prozent betragen. Um eine Erhöhung des Mietzinses rechtlich korrekt durchzuführen, muss der Vermieter dem Mieter fristgerecht die Erhöhung mittels eines amtlichen Formulars mitteilen. Dieses kann beispielweise online beim Hausverein Schweiz heruntergeladen werden. Der Mieter muss 10 Tage vor einem Kündigungsstichtag informiert werden, damit er noch rechtzeitig reagieren kann. Die selbe Funktionsweise kann bei einer Senkung des Referenzzinssatzes für die Mieter übernommen werden. Kommt es zu einer Senkung, haben die Mieter das Recht, eine Reduktion des Mietzinses vom Vermieter einzufordern.

Entwicklung des Referenzzinssatzes

Der Referenzzinssatz in der Schweiz befindet sich aktuell mit 1.5 Prozent auf einem Allzeittiefststand. Wie die Tabelle zeigt, hat sich der Referenzzinssatz bis anhin nur nach unten bewegt und startete im Jahr 2008 bei einem Wert von 3.5%. Der Zinssatz scheint aktuell relativ stabil und wurde seit Mitte 2017 nicht mehr angepasst. Der ungerundete Durchschnittswert bewegt sich weiterhin nach unten und befindet sich aktuell bei 1.51%. Eine Senkung des aktuellen Referenzzinssatzes wäre angezeigt, wenn der ungerundete Durchschnittswert auf unter 1.38% sinkt.

Tabelle zu den Veränderungszeitpunkten des Zinssatzes

Gerundeter Referenzzinssatz Gültig ab Stichtag der Erhebung
1.5% 02.06.2017 31.03.2017
1.75% 02.06.2015 31.03.2015
2.0% 03.09.2013 30.06.2013
2.25% 02.06.2012 31.03.2012
2.5% 02.12.2011 30.09.2011
2.75% 02.12.2010 30.09.2010
3.0% 02.09.2009 30.06.2009
3.25% 03.06.2009 31.03.2009
3.5% 10.09.2008 30.06.2008

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